Cybergrooming

Was ist Cybergrooming und wie können Kinder davor geschützt werden?

digitalpraevention

Cybergrooming bezeichnet die gezielte und planvolle Manipulation von Kindern und Jugendlichen durch Erwachsene oder ältere Jugendliche über digitale Medien mit dem Ziel eines sexuellen Missbrauchs.

Der Missbrauch kann online stattfinden, zum Beispiel über Webcam oder Chats. Dabei werden Betroffene dazu gebracht, sich vor der Kamera zu entkleiden oder sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen (fachlich als „Livestream-Missbrauch“ bezeichnet). In anderen Fällen versuchen Täter*innen, ein persönliches Treffen zu arrangieren, bei dem es zu körperlichem sexuellem Missbrauch kommt.

Wie könnt ihr Cybergrooming erkennen?

Stellt der Chatpartner oder die Chatpartnerin aufdringliche Fragen? Etwa nach offline Aktivitäten, dem privaten Umfeld oder ob das Gerät allein bzw. ohne Aufsicht genutzt wird? Möchte der Kontakt eventuell sogar spezielle Fotos zugesendet bekommen? - Dann ist Vorsicht geboten! Täter und Täterinnen gehen überlegt vor, um Kinder strategisch zu manipulieren.

Kinder und Jugendliche sollten misstrauisch zu werden, wenn die Online-Bekanntschaft zum Beispiel:

• viele Komplimente macht,

• für alles Verständnis hat,

• bemüht jugendliche Sprache nutzt,

• anbietet Modelfotos zu machen,

• fragt, ob das Kind oder Jugendliche allein chattet,

• persönliche Daten und Bilder verlangt,

• ein unglaubwürdiges Profil ohne Fotos hat,

• das Kind oder Jugendlichen bittet, die Webcam einzuschalten und die eigene auslässt,

• verlangt, niemandem von den Gesprächen und dem Kontakt zu berichten, oder

• von einer Plattform zu einem Messenger wechseln möchte oder sich sogar heimlich treffen möchte.